Edelsteine und Ihre Schliffe

Es wäre zwar wundervoll, wenn Edelsteine sofort nach ihrem Abbau in Schmuck gefasst werden könnten, aber das ist normalerweise leider nicht möglich. Kristalle aus der Erde werden für gewöhnlich als "Rohedelsteine"bezeichnet, was in der Tat sehr passend ist, denn Rohedelsteine können tatsächlich ziemlich roh aussehen.
Schon seit Tausenden von Jahren werden Edelsteine geschliffen(oder geschnitten). Bei diesem Prozess werden Rohkristalle in atemberaubenden Edelsteine verwandelt. Die Kunst dabei ist, einen Edelstein in eine bestimmte Form zu bringen uns so seinen Lüster, seine Farbe und seine Brillanz freizulegen. Beim Schleifen von Schmucksteinen wird zwischen drei verschiednen Schliffarten unterschieden, die auf die jeweiligen Eigenheiten des Steines Rocksicht nehmen.

Edelsteine und Ihre Schliffe

Glattschliff:

Beim Glattschliff wird eine glatte, bis auf möglichst Runde kantenlose Oberfläche erzeugt. Er wird vorzugsweise bei undurchsichtigen bis durchscheinenden Steinen Eingesetzt. Diese zeigen oftmals ein lebhaftes Farbenspiel wie Maserungen und Flecken. Der Glattschliff ist auch die einzige Form, die spezielle optische Effekte sowie für manche Steine typischen, seidigen Glanz zur vollen Entfaltung bringt. der bekanntest Glattschliff ist der Cabochon, aber auch der Lagenstein oder Kugelstein gehören zu den glatten schliffen.

Edelsteine und Ihre Schliffe

Facettenschliff:

Der Facettenschliff ist etwa seit dem 15. Jahrhundert bekannt und besteht aus einer Vielzahl von kleinen, glattpolierten Flächen, den Facetten. Er wird überwiegend bei durchsichtigen Steinen angewandt, da diese in der Lage sind eintretendes Licht zu reflektieren, zu brechen und oft vielfarbig zu spalten. Dieses Phänomen, das Feuer eines Steines, wird insbesondere durch den Brillant-Vollschliff, der im Jahre 1910 entwickelt wurde verstärkt. Die optimale Lichtbrechung kommt hier durch das genaue festlegen des Wingelverhältnisses zustande. Die meisten Facettenschliffe lassen sich in zwei Grundtypen einordnen, dem bereits erwähnten Brillantschliff für eher rund und dem Treppenschliff bei eher eckigen Formen.

Edelsteine und Ihre Schliffe

Gemischter Schliff:

Beim gemischten Schliff schließlich werden Glatt- und Facettenschliff miteinander vereinigt. Je nach gewünschtem Effekt oder modischen Geschmack wird dabei die Oberseite als Cabochon und die Unterseite als Facetteschliff ausgeführt ("Buff Top"- Schliff).

Edelsteine und Ihre Schliffe

Die Schliffformen:

Bei der Definition von Schliffarten nimmt der Schleifer Bezug auf geometrische Formen des späteren Schmucksteins. Diese sind von den klassischen, geometrischen Formen abgeleitet wie z.B. dem Kreis und dem Viereck. Unterschieden werden die Schiffe nach den folgenden Grundformen.
Polygone:
Diese Schliffe sind aus Geometrischen Formen, wie zum Beispiel Rechteck, Quadrat, Trapez usw. Bekannte Schliffformen sind der Carréschliff und der Baguetteschliff.
Rundschliffe:
Wie der Name Rundschliff schon sagt, sind diese Schliffe aus Formen wie zum Beispiel Kreise, Ellipsen oder Eiformen. Der gängigste Schliff dabei ist der Brillantschliff, dieser besteht aus mindestens 57 Facetten. Außerdem sind der Ovalschliff und der Pendeloque (Eiförmiger Schliff)sehr beliebt.
Dreidimensionale Formen sind Kugel-, Oliven- oder Tropfenförmig. Diese werden meist mit einem Facetten- oder Brillantschliff bearbeitet.

Settings

Share

Menu

QR code

Create a free account to save loved items.

Sign in

Create a free account to use wishlists.

Sign in